Schüßler-Salze und Mineralstofftherapie
Die richtige Dosierung von Schüßler Salzen richtet sich immer nach den individuellen Bedürfnissen des Körpers. Dabei kommt es nicht nur auf die Auswahl der passenden Salze an, sondern auch auf eine angepasste Einnahme im Alltag.
Wer mehrere Schüßler Salze kombiniert, kann die entsprechende Anzahl an Tabletten aus den jeweiligen Dosen entnehmen, in einer kleinen Schale vermengen und über den Tag verteilt einnehmen. Diese gleichmäßige Zufuhr unterstützt eine kontinuierliche Aufnahme der Mineralstoffe.
Bei akuten Beschwerden kann die Anwendung kurzfristig intensiviert werden. In solchen Situationen hat es sich bewährt, die Tabletten in kurzen Abständen – etwa alle paar Minuten – langsam im Mund zergehen zu lassen. Sobald sich eine Besserung zeigt, wird die Einnahme wieder auf die reguläre Tagesmenge angepasst.
Die benötigte Menge orientiert sich grundsätzlich am Ausmaß des individuellen Mineralstoffbedarfs. Je deutlicher sich ein Ungleichgewicht zeigt, desto höher kann der Bedarf sein. Dennoch empfiehlt es sich, die genaue Dosierung im Rahmen einer persönlichen Beratung festzulegen, um eine optimale Abstimmung zu gewährleisten.
Als grobe Richtlinie gilt:
Bei akuten Beschwerden können in kurzen Abständen einzelne Tabletten eingenommen werden. Bei länger bestehenden Beschwerden wird häufig eine tägliche Gesamtmenge von etwa sieben bis zehn Tabletten über den Tag verteilt empfohlen.
Die Einnahme erfolgt in der Regel so lange, bis sich die Beschwerden deutlich gebessert haben. Oft wird darüber hinaus weitergeführt, um die körpereigenen Mineralstoffspeicher zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden nachhaltig zu stabilisieren.
Eine fachkundige Beratung in unserer Apotheke kann dabei helfen, die Anwendung individuell anzupassen und Sicherheit im Umgang mit Schüßler Salzen zu gewinnen. So wird die Einnahme nicht nur gezielt, sondern auch verantwortungsvoll gestaltet.
Beispiel: Die "heiße Sieben" -
Anwendung bei Krämpfen und funktionellen Beschwerden
Die „Heiße Sieben“ ist eine Zubereitung auf Basis von Schüßlersalz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum) und wird traditionell als warme Trinklösung angewendet. Besonders bei akuten krampfartigen Beschwerden hat sich diese Form der Einnahme bewährt.
Bitte beachten Sie:
Die Anwendung der „Heißen Sieben“ erfolgt traditionell als warme Lösung, die schluckweise getrunken wird. Für eine individuell abgestimmte Dosierung und Dauer der Einnahme empfiehlt sich eine persönliche Beratung – insbesondere bei wiederkehrenden oder stärkeren Beschwerden.
Krämpfe im Magen-Darm-Bereich
Ein häufiger Einsatzbereich sind Beschwerden der glatten Muskulatur im Verdauungstrakt. Dazu zählen beispielsweise Bauchkrämpfe, kolikartige Schmerzen oder Blähungen. Auch bei träger Verdauung wird die „Heiße Sieben“ unterstützend eingesetzt, um das Gleichgewicht im Magen-Darm-Bereich zu fördern.
Menstruations-Beschwerden und begleitend zur Geburt
Da die Gebärmutter ebenfalls aus glatter Muskulatur besteht, wird die „Heiße Sieben“ oft bei Regelschmerzen angewendet. Viele Frauen nutzen sie sowohl zur Linderung akuter Beschwerden als auch vorbeugend.
Auch rund um die Geburt kann sie eine unterstützende Rolle spielen, etwa um die Wehentätigkeit zu begleiten und krampfartige Spannungszustände zu mildern.
Funktionelle und nervlich bedingte Beschwerden
Neben körperlichen Krämpfen findet die „Heiße Sieben“ auch Anwendung bei funktionellen Beschwerden. Dazu gehören unter anderem:
- erste Anzeichen von Migräne oder kopfschmerzartige Beschwerden
- Nervenschmerzen
- innere Unruhe, Stress oder situationsbedingte Anspannung
Diese vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ergeben sich aus den langjährigen Erfahrungen der Biochemie nach Dr. Schüßler.
Die 12 Schüßlersalze im Überblick
| Nr. 1 | Calcium fluoratum | Zur Unterstützung von Bindegewebe, Haut und Bändern. Steht für Elastizität und Festigkeit. |
| Nr. 2 | Calcium phosphor | Bereich Knochen und Zähne. Häufig in Wachstums- und Regenerationsphasen eingesetzt. |
| Nr. 3 | Ferrum phosphoricum | Für die Anfangsphase von Beschwerden, zB. bei ersten Anzeichen von Erkältungen eingesetzt. |
| Nr. 4 | Kalium chloratum | Klassisch im Zusammenhang mit Schleimhäuten angewendet, insbesondere bei Entzündungsprozessen. |
| Nr. 5 | Kalium phosphoricum | Das sogenannte „Nervensalz“, das häufig bei geistiger Belastung, Erschöpfung und Stress eingesetzt wird. |
| Nr. 6 | Kalium sulfuricum | Während Regenerationsprozessen. Kommt häufig bei Haut- und Schleimhautthemen zum Einsatz. |
| Nr. 7 | Magnesium phosphoricum | Das „Salz der Entspannung“. Bei Krämpfen, Verspannungen und innerer Unruhe. |
| Nr. 8 | Natrium chloratum | Steht im Zusammenhang mit dem Flüssigkeitshaushalt und Feuchtigkeitsregulationen. |
| Nr. 9 | Natrium phosphoricum | Zur Unterstützung des Säure-Basen-Haushalts, insbesondere bei Verdauungsbeschwerden. |
| Nr. 10 | Natrium sulfuricum | Kommt häufig im Zusammenhang mit Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozessen zum Einsatz. |
| Nr. 11 | Silicea | Das „Schönheitssalz“. Unterstützung von Haut, Haaren und Nägeln |
| Nr. 12 | Calcium sulfuricum | Bei Reinigungs- und Aufbauprozessen im Körper. Insbesondere bei länger bestehenden Beschwerden. |